Sauna für zuhause
Worauf Sie beim Kauf einer eigenen Sauna achten sollten – vom Standort bis zur Hygiene.
Standort
Außen- oder Innensauna? Wer einen ausreichend großen Garten hat, kann über eine Außensauna nachdenken, zum Beispiel in Form einer Blockhaussauna. Sprechen Sie vorab mit Ihrer Gemeinde und Ihrem Schornsteinfeger über Baurecht und Brandschutz. Innen kommen grundsätzlich Räume vom Keller bis zum Dachboden infrage – Stromanschluss, Be- und Entlüftung sowie die Art der Beheizung müssen geklärt sein.
Bauweise
Saunen werden überwiegend in zwei Bauarten angeboten: als Elementkabine aus Profilholz mit Dampfsperre und Wärmedämmung oder in Massivholz, wie bei Außensaunen mit Blockbohlen üblich. Elementsaunen brauchen wegen der besseren Dämmung weniger Energie. Üblich sind Hölzer wie Hemlocktanne, nordische Fichte, Zeder, Erle und seltener Kiefer.
Innenraum
Das Holz für Bänke und Liegen sollte splitterfrei, weich und wenig wärmeleitend sein – etwa Pappel, Espe oder Linde. Achten Sie auf nachhaltige, zum Beispiel FSC-zertifizierte Herkunft; bei tropischen Hölzern wie Abachi ist diese oft schwer nachzuweisen. Für Schrauben und Zubehör sollten nur rostfreie Materialien verwendet werden.
Heizung
Bei holzbefeuerten Öfen sprechen Sie vorher mit dem Schornsteinfeger. Der Ofen sollte frei stehen und nicht hinter Verkleidungen oder Bänken versteckt sein, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Elektrische Öfen benötigen meist einen Starkstromanschluss; für Mini- oder Biosaunen kann ein normaler Anschluss genügen. Als Richtwert gelten etwa 0,8 bis 1 kW Heizleistung je Kubikmeter Raum – und höchstens eine Person je Quadratmeter Innenraum.
Be- und Entlüftung
Planen Sie die Be- und Entlüftung von Anfang an mit ein. Ausreichend Frischluft ist wegen des Sauerstoffverbrauchs und für eine gleichmäßige Wärmeverteilung zwischen Boden und Decke nötig. Ein Wärmetauscher kann Energie sparen, indem die verbrauchte warme Luft die frische Luft vorwärmt.
Zubehör
Lautsprecher für Feuchträume, Farblicht, Infrarot oder eine Soft-Dampfbad-Einrichtung machen den Saunagang zum Erlebnis. Saunasteine halten große Temperaturunterschiede aus, sollten aber je nach Verkalkung und Nutzung ein- bis mehrmals im Jahr getauscht werden. Steuergerät, Thermometer, Sanduhr sowie Eimer und Kelle gehören zur Grundausstattung.
Hygiene
Beim Saunabaden verlassen mit dem Schweiß auch Fette und Hautpartikel den Körper. Fragen Sie den Hersteller nach den Reinigungsmöglichkeiten – lassen sich zum Beispiel die Liegen herausnehmen?